Große Ehre für den FC Schalke 04. Der Kundendienst-Verband Deutschland (KVD) hat den Königsblauen am Mittwoch (7.5.) den Dienstleistungspreis 2008 verliehen. Damit tritt der Verein in Verbindung mit der VELTINS-Arena die Nachfolge der Kempinski-Hotelgruppe an, die 2007 vom KVD ausgezeichnet worden ist. Stellvertretend für die 280 festangestellten Mitarbeiter nahm Schalkes Vorsitzender Josef Schnusenberg den Preis in Empfang.
"Wir honorieren mit diesem Preis die Bemühungen des FC Schalke 04, auf verschiedensten Ebenen einen optimalen Service anzubieten. Im Zusammenspiel mit der VELTINS-Arena ist der Verein ein Allround-Dienstleister, der herausragende Arbeit leistet", begründete KVD-Geschäftsführer Werner Fischer die Entscheidung des Verbandes. Schalke 04 sei das beste Beispiel dafür, wie man dem Vorurteil "Deutschland sei eine Service-Wüste" entgegentreten könne.
Für Fischer hat sich der FC Schalke 04 in den vergangenen Jahren von einem reinen Sportverein zu einem Unternehmen entwickelt, das auf die Wünsche der Fans und Kunden in vorbildlicher Weise eingeht. Im Rahmen der KVD-Mitgliederversammlung, die vom 6. bis zum 7.5. in der VELTINS-Arena stattfand, ging er sogar noch einen Schritt weiter. "Als wir gestern nach dem anstrengenden Seminarprogramm noch etwas in den bequemen Business-Seats der Arena verweilten und auf den Rasen schauten, dachte ich so bei mir: Eigentlich müsste man dem Verein auch den Titel Kurort verleihen."
Schalkes Vorsitztender Josef Schnusenberg hörte das gerne und freute sich den Preis entgegennehmen zu dürfen. "Er ist ein Beweis dafür, dass wir als Team in den vergangenen Jahren im Dienstleistungsbereich vieles richtig gemacht haben." Man habe den Anspruch, allen Besuchern der Arena und des Vereinsgeländes ein Höchstmaß an Komfort und Freundlichkeit zu bieten.
Von hochwertigen Hospitality-Angeboten war zu Parkstadion-Zeiten noch nicht viel zu sehen. "Es gab den Blauen Salon und ein paar Würstchen-Buden", erinnert sich Schnusenberg. Erst der Bau der VELTINS-Arena habe dem Verein ganz andere Marketing- und Dienstleistungsmöglichkeiten geschaffen. Im Zuge des Stadionbaus sei dann eine Fülle von Gesellschaften gegründet worden, um das Gebäude optimal nutzen zu können. Was Schalkes Vorsitzenden besonders freut: "Alle Gesellschaften haben 2007 Gewinne eingefahren."
Das Flagschiff dieser Unternehmen ist sicherlich S04Catering. "Ende der 90er Jahren haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wer die Bewirtung übernehmen könnte. Uns wurden viele Angebote gemacht, wobei wir bei den Zahlen ordentlich ins Schwitzen geraten sind. Da haben wir uns gedacht: Was die anderen können, das können wir auch. Diese Entscheidung hat sich im Nachhinein als sehr klug herausgestellt."
Unter der Leitung von Dieter Schmidt habe sich ein profitables Unternehmen gebildet, das 2007 bei einem Jahresumsatz von 11 Mio. Euro eine Rendite von knapp 1,5 Mio. Euro eingefahren hat. Schnusenberg: "An Spieltagen beschäftigen wir insgesamt 2000 Leute, die alle einen guten Job machen." So sei man 2005 als bester Caterer Deutschlands ausgezeichnet worden. Zwar nicht ganz so groß wie S04Catering aber eine "feine Gesellschaft" ist laut dem Schalker Vorsitzenden die Fußball Museums GmbH, die unter anderem jährlich ca. 80.000 Menschen durch die Arena führt. Ergänzt wird das Angebot durch eine innovative Merchandising-Abteilung oder eine professionell arbeitende Betriebsgesellschaft, die Nicht-Fußballveranstaltungen wie die VELTINS Biathlon WTC oder diverse Konzerte betreut.
Das Credo sei in alle Geschäftsbereichen des Vereins gleich: "Wir bemühen uns stets, den Wünschen des Kunden gerecht zu werden", betont Josef Schnusenberg. "Dabei behandeln wir den Fan in der Kurve genauso wie den VIP auf der Haupttribüne." Ein Eindruck, den Werner Fischer vom KVD bestätigen kann. "Wir haben uns in den Tagen auf Schalke sehr wohl gefühlt. Hier herrscht eine Freundlichkeit und Natürlichkeit, die zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt ist."